Volvo EX90 im Test: Ein Kandidat für den Fuhrpark?
Hej Fuhrpark! Vergangene Woche wurde ich von Volvo eingeladen, den vollelektrischen EX90 auf Herz und Nieren zu testen. Dabei stand nicht nur das...
2 Min. Lesezeit
Marcel Bedbur
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01.04.25 16:56
In den letzten Jahren hat sich der deutsche Automarkt drastisch verändert: Neue Marken und Modelle schießen gefühlt jeden Monat aus dem Boden. Besonders für Flottenbetreiber wird der Markt damit zunehmend unübersichtlich. Die Auswahl an Fahrzeugen und Technologien ist enorm, sodass die Entscheidung für das passende Modell zur echten Herausforderung wird.
Wir von DRIVIST haben uns deshalb umgeschaut und analysiert, welche neuen Marken in den letzten fünf Jahren auf dem deutschen Markt gestartet sind. Außerdem haben wir die Gelegenheit genutzt, uns auf der Messe „Flotte!“ in Düsseldorf im März 2025 selbst ein Bild zu machen und einige der neuen Fahrzeuge live zu erleben.
MG: Ursprünglich britisch, gehört MG heute zum chinesischen Autoriesen SAIC. Die Marke punktet insbesondere mit preiswerten und gut ausgestatteten Elektrofahrzeugen und Plug-In-Hybriden.
Maxus: Ebenfalls Teil von SAIC, bietet Maxus primär Nutzfahrzeuge an. Interessant ist insbesondere der Maxus Deliver 7, der nun auch als Elektro-Version mit Allrad und als Langversion verfügbar ist. Zudem steht mit dem elektrischen Pickup Maxus T90 EV eine spannende Alternative im Nutzfahrzeugsegment bereit. Beide Fahrzeuge standen auf der Flotte! und wir konnten uns von deren Wettbewerbsfähigkeit überzeugen.
Xpeng: Bekannt für modernste Technologien und Elektrofahrzeuge mit wahrnehmbarer Premium-Qualität, wie dem P7 und dem SUV G9. Die Marke positioniert sich deutlich gehoben und brauchte auf der Flotte keinem Vergleich scheuen.
Zeekr: Obwohl Zeekr offiziell noch nicht in Deutschland gestartet ist, nutzte die Marke ihren kleinen Stand auf der Flotte!-Messe intensiv, um direktes Kundenfeedback zu sammeln. Klar spürbar ist hier die Verbindung zu Geely, und damit auch zu Volvo, Polestar und Lynk&Co. Der Zeekr 001 punktet vor Ort mit hochwertiger Verarbeitung. Was Reichweite und Ladeleistung anbelangt, klingen die Zahlen auf dem Papier vielversprechend. Wir sind gespannt, wie es im Praxistest aussehen wird.
GWM (Great Wall Motors): Der chinesische Großkonzern etabliert sich mit dem kompakten Elektroauto Ora (ehemals Funky Cat, jetzt Ora 03) auf dem europäischen Markt und spricht damit urbane Zielgruppen an.
KGM (ehemals SsangYong): Neben dem neuen elektrischen SUV Torres EVX, plant der koreanische Hersteller für dieses Jahr die Einführung eines Elektro-Pickups (Musso) mit beeindruckenden Leistungsdaten: 3,5 Tonnen Anhängelast, 73,4 kWh Batteriekapazität, 152 kW (207 PS) Leistung und rund 400 Kilometer Reichweite. Auf der Flotte! zeigte sich KGM selbstbewusst und bereit, nochmal auf dem deutschen Markt anzugreifen.
BYD: Einer der größten chinesischen Hersteller elektrischer Fahrzeuge, der eine breite Palette an Modellen vom Kompaktwagen bis zum SUV anbietet.
NIO: Premium-Anbieter mit Fokus auf technologische Innovationen, beispielsweise Batteriewechselstationen für schnelles aufladen.
Togg: Ein türkisches Start-up, das mit modernen Elektro-SUVs punkten möchte und besonders Wert auf digitales Nutzererlebnis legt. Aktuell noch nicht tätig in Deutschland.
VinFast: Vietnamesischer Hersteller mit ambitionierten Zielen in Europa, der derzeit mit Elektro-SUVs wie dem VF 8 und VF 9 durchstartet.
Aiways: Ein weiterer chinesischer Newcomer, der sich auf günstige und praktikable Elektromobilität spezialisiert hat und besonders bei Privat- und Flottenkunden beliebt ist.
Attraktive Preise: Oft deutlich günstigerer Einstiegspreis als bei etablierten Herstellern.
Umfangreiche Ausstattung: Moderne Technologien und Komfortfeatures häufig serienmäßig.
Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis: Deutlich mehr Auto fürs Geld.
Dünnes Werkstattnetz: Noch nicht flächendeckend verfügbar, was längere Wege und Wartezeiten bedeuten kann.
Unsichere Restwerte: Führt zu höheren Leasingraten trotz günstiger Listenpreise.
Langfristige Ersatzteilversorgung: Zukunft der Marken und Ersatzteilversorgung teilweise unklar.
Überschaubarer Zubehörmarkt: Drittanbieter sind noch zurückhaltend.
Branchenspezifische Beratungslücken: Manchmal fehlen noch Erfahrungen mit spezifischen Branchenanforderungen.
Der Automarkt bietet aktuell eine Vielfalt wie nie zuvor. Die neuen Marken bereichern die Landschaft mit spannenden Alternativen zu etablierten Anbietern, verlangen aber gleichzeitig ein sorgfältiges Abwägen zwischen Chancen und Risiken. Für Flottenbetreiber empfiehlt sich deshalb eine gründliche Prüfung der individuellen Bedürfnisse und der langfristigen Verfügbarkeit von Service und Ersatzteilen.
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